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Kostenloser Finanzrechner

Peter-Lynch-Formel Fair-Value Rechner

Peter-Lynch-Formel: Fair Value = Gewinn je Aktie × Gewinnwachstum (PEG = 1), mit Dividende: faires KGV = Wachstum + Dividendenrendite. Kostenloser Rechner mit Beispiel und FAQ.

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Diesen Rechner gibt es auch auf Englisch: Peter Lynch Fair Value Formula & Calculator →

Fair Value je Aktie = Gewinn je Aktie (EPS) × Gewinnwachstum in % (PEG = 1)
Mit Dividende: faires KGV = Wachstum % + Dividendenrendite %, Fair Value = EPS × faires KGV
Lynch-Ratio = (Wachstum % + Dividendenrendite %) ÷ KGV: über 1 günstig, unter 1 teuer

Beispiel: EPS 4 €, Wachstum 15 %, Dividende 1,5 %: faires KGV 16,5, Fair Value 66 €. Bei 70 € Kurs ist die Ratio 0,94, leicht teuer.

Eingaben

Gewinn je Aktie (EPS)

Auch genannt: EPS, Earnings per Share, Ergebnis je Aktie

Wo finde ich das? Gewinn- und Verlustrechnung (ganz unten) oder die Kennzahlen-Übersicht auf Finanzportalen.

Wie herleiten: Jahresüberschuss ÷ Anzahl ausstehender Aktien.

%

Wachstumsrate

Auch genannt: Growth Rate, Wachstum p.a.

Wo finde ich das? Analysten-Schätzungen oder historisches Gewinn-/Umsatzwachstum.

Wie herleiten: (Wert heute ÷ Wert vor n Jahren)^(1/n) − 1. Konservativ schätzen!

%

Dividende je Aktie

Auch genannt: DPS, Dividend per Share, Ausschüttung je Aktie

Wo finde ich das? Investor-Relations-Seite oder Dividenden-Historie auf Finanzportalen (Summe der letzten 12 Monate).

Wie herleiten: Gesamte Dividendenausschüttung ÷ Anzahl Aktien.

Aktienkurs

Auch genannt: Kurs, Marktpreis, Share Price

Wo finde ich das? Jede Börsen-/Finanzseite (Google Finance, Yahoo Finance, comdirect), der aktuelle Handelspreis je Aktie.

Wie herleiten: Wird live an der Börse gebildet; einfach den aktuellen Preis je Aktie eintragen.

Ergebnis, live

Faires KGV
–
Fair Value je Aktie
–
Lynch-Ratio
–

Lynch-Ratio = (Wachstum + Dividendenrendite) ÷ KGV. Über 1,5 = attraktiv, unter 1 = teuer. Für Wachstumswerte gedacht.

Peter Lynch, der den Magellan Fund von Fidelity von 1977 bis 1990 führte, hatte eine Faustregel für Wachstumsaktien: Eine fair bewertete Aktie hat ein KGV in Höhe ihrer Gewinnwachstumsrate, also ein PEG von 1. Dieser Rechner wendet genau diese Regel an. Du gibst Gewinn je Aktie, erwartetes Wachstum und Dividendenrendite ein und siehst sofort das faire KGV, den Fair Value je Aktie und die Lynch-Ratio zum aktuellen Kurs.

Die Peter-Lynch-Formel für den Fair Value

Lynch hat nie eine Tabellenformel aufgeschrieben, aber seine Regel aus One Up on Wall Street lässt sich direkt in eine übersetzen: „Das KGV einer fair bewerteten Firma entspricht ihrer Wachstumsrate." Zwei Fassungen sind gebräuchlich:

Einfache Fassung (PEG = 1): Fair Value je Aktie = Gewinn je Aktie × Gewinnwachstum
Das Wachstum geht als ganze Zahl ein: 15 % Wachstum heißt faires KGV 15.
Fassung mit Dividende (Lynchs eigene Verfeinerung): Faires KGV = Gewinnwachstum (%) + Dividendenrendite (%)
Fair Value je Aktie = Gewinn je Aktie × faires KGV
Lynch-Ratio = (Wachstum + Dividendenrendite) ÷ tatsächliches KGV

Viele Aktien-Screener rechnen die einfache Fassung mit dem 5-Jahres-Wachstum, gedeckelt zwischen 5 % und 25 %. Dieser Rechner nutzt die Fassung mit Dividende, weil Lynch die Rendite selbst dazuzählte: Eine Firma, die 12 % wächst und 3 % ausschüttet, verdient ein faires KGV von 15, nicht 12. Setzt du die Dividende auf 0, bekommst du die einfache Fassung.

Beispiel: Eine Aktie verdient 4 € je Aktie, wächst 15 % pro Jahr und zahlt 1,5 % Dividende. Faires KGV = 15 + 1,5 = 16,5. Fair Value = 4 € × 16,5 = 66 €. Bei 70 € Kurs liegt das tatsächliche KGV bei 17,5 und die Lynch-Ratio bei 16,5 ÷ 17,5 = 0,94: leicht teuer.

Zweites Beispiel, ein langsamer Wachser: Gewinn 6 €, Wachstum 4 %, Dividende 3 %, Kurs 120 €. Faires KGV = 7, Fair Value = 42 €, tatsächliches KGV = 20, Lynch-Ratio 0,35. Die Formel sagt klar: Hier wird ein Wachstums-Multiple für eine Firma bezahlt, die kaum wächst.

Peter Lynch und das PEG-Ratio

Das PEG-Ratio ist dieselbe Idee, nur andersherum geschrieben: PEG = KGV ÷ Gewinnwachstum. Ein PEG von 1 ist fair, unter 1 ist günstig für das gebotene Wachstum, über 1,5 bis 2 ist teuer. Lynchs Fassung mit Dividende heißt oft PEGY-Ratio: KGV ÷ (Wachstum + Dividendenrendite).

Die Lynch-Ratio in diesem Rechner ist der Kehrwert der PEGY, deshalb dreht sich die Lesart: über 1 günstig, unter 1 teuer. Lynch selbst schrieb, ein KGV von der Hälfte der Wachstumsrate sei sehr positiv, ein KGV vom Doppelten sehr negativ, also PEG 0,5 und PEG 2,0. Wer lieber in PEG denkt, rechnet es im PEG-Rechner direkt aus.

Welche Wachstumsrate in die Formel gehört

Die Wachstumsrate ist die einzige echte Schätzung in der Formel, also entscheidet sie das Ergebnis. Nimm das erwartete Wachstum des Gewinns je Aktie für die nächsten 3 bis 5 Jahre, geprüft an den letzten 5 Jahren und an Analystenschätzungen. Drei Regeln halten die Zahl ehrlich:

  • Unter 10 %: Lynch nannte das langsame Wachser und Stützen. Die Formel funktioniert, aber das faire KGV bleibt niedrig und die Aktie sieht selten günstig aus.
  • 10 % bis 25 %: die schnellen Wachser, für die die Regel gemacht ist.
  • Über 25 %: das hält kaum eine Firma fünf Jahre durch. Deckle die Rate bei 25, wie es die meisten Screener tun; dieser Rechner deckelt das faire KGV ohnehin bei 40.

Und beide Seiten auf derselben Basis: nachlaufender Gewinn mit historischem Wachstum oder erwarteter Gewinn mit erwartetem Wachstum, nie gemischt.

So liest du das Ergebnis

Die entscheidende Zahl ist die Lynch-Ratio = (Wachstum + Dividende) ÷ tatsächliches KGV. Sie sagt dir auf einen Blick:

  • Über 1,5: attraktiv bewertet, das Wachstum kostet wenig.
  • 1,0 bis 1,5: fair bewertet, im Rahmen.
  • Unter 1,0: teuer, du bezahlst mehr, als das Wachstum rechtfertigt.

Lynch selbst suchte Aktien mit einer Ratio deutlich über 1, bevorzugt bei soliden, verständlichen Geschäftsmodellen. Der Fair Value je Aktie daneben ist derselbe Gedanke als Kurs: liegt der aktuelle Kurs darunter, ist die Ratio über 1.

Wo die Formel versagt

Die Formel ist bewusst simpel. Nutze sie als Schnellcheck, nicht als letztes Wort:

  • Verlustfirmen und Turnarounds: kein Gewinn, kein Ergebnis.
  • Zykliker: Spitzengewinn plus Spitzenwachstum ergibt einen Fair Value, der mit dem Zyklus einbricht. Nimm den Gewinn der Zyklusmitte.
  • Banken und Versicherer: Gewinnwachstum sagt wenig über ihren Wert, der Buchwert taugt mehr.
  • Bilanz und Cashflow fehlen: zwei Firmen mit gleichem Gewinn und Wachstum bekommen denselben Fair Value, auch wenn eine hoch verschuldet ist. Deshalb kombiniert ein robuster Fair Value mehrere Modelle.

Peter-Lynch-Formel in Excel

Wenn du eine eigene Tabelle führst, passen beide Fassungen in je eine Zelle. Mit dem Gewinn je Aktie in A2, dem Wachstum in % in B2, der Dividendenrendite in % in C2 und dem Kurs in D2:

Fair Value (einfach, Wachstum gedeckelt 5 bis 25): =A2*MIN(MAX(B2;5);25)
Fair Value mit Dividende: =A2*(B2+C2)
Lynch-Ratio: =(B2+C2)/(D2/A2)

Das Wachstum als ganze Zahl eintragen (15, nicht 0,15). Der Rechner oben macht dieselbe Rechnung live und zeigt die Einordnung neben der Zahl.

Peter-Lynch-Aktien heute

Lynch blieb nicht bei der Formel stehen. Er wollte profitables Wachstum zu einem fairen Preis: steigende Gewinne, ein KGV unter der Wachstumsrate, wenig Schulden und ein Geschäft, das man versteht. Unser Fair Value Calculator hat genau das als fertigen Screen: der Peter-Lynch-GARP-Screen filtert nordamerikanische Aktien nach wachsendem Gewinn bei moderatem KGV und PEG, positivem freien Cashflow und moderater Verschuldung, sortiert nach Abstand zu unserem Fair Value. Jede Aktie dort zeigt den Lynch-Fair-Value auch unter ihren Modellen.

Ein Wort des Gründers

Dr. Peter Klein, Gründer von Fair Value Calculator: „Peter Lynch ist für mich eine Investmentlegende sondergleichen. Mit dem Magellan Fund erzielte er von 1977 bis 1990 rund 29 % Rendite pro Jahr. War das Glück? Ich glaube nicht. Sein Stil war pragmatisch und bodenständig, immer auf der Suche nach Unternehmen, die er versteht. Der Rechner auf dieser Seite setzt seine Faustregel um. Auch wenn wir heute auf Bewertungsmodelle mit vielen Datenpunkten setzen: Lynch zeigt, dass erfolgreiches Investieren nicht kompliziert sein muss, aber konsequent."

Häufige Fragen

Wie lautet die Peter-Lynch-Formel für den Fair Value?
Fair Value = Gewinn je Aktie × Gewinnwachstumsrate, mit dem Wachstum als ganzer Zahl (15 % Wachstum heißt faires KGV 15). Lynchs Verfeinerung zählt die Dividendenrendite dazu: faires KGV = Wachstum + Dividendenrendite. Die Aktie ist fair bewertet, wenn ihr tatsächliches KGV dieser Zahl entspricht, also bei einem PEG von 1.
Was ist ein guter Peter-Lynch-Wert?
Eine Lynch-Ratio über 1,5 gilt als attraktiv, über 2 als sehr günstig; in PEG ausgedrückt sind das Werte unter 0,67 und unter 0,5. Wichtiger als die exakte Zahl ist, dass das Wachstum echt und nachhaltig ist.
Wie genau ist die Peter-Lynch-Formel?
Sie ist eine Faustregel, kein Bewertungsmodell. Sie passt am besten zu profitablen Firmen mit 10 % bis 25 % Wachstum pro Jahr und ist nur so gut wie die Wachstumsschätzung, die du eingibst. Lynch nutzte sie als ersten Filter und schaute danach auf Schulden, Kasse, Lagerbestände und die Geschichte hinter den Zahlen. Lies das Ergebnis als Spanne, nicht als Kursziel.
Was ist der Unterschied zwischen der Lynch-Formel und dem PEG-Ratio?
Dieselbe Idee, andere Richtung. PEG = KGV ÷ Wachstum, fair bei 1, günstig darunter. Die Lynch-Ratio in diesem Rechner = (Wachstum + Dividendenrendite) ÷ KGV, also der Kehrwert des dividendenbereinigten PEG (PEGY): günstig über 1, teuer darunter.
Peter Lynch Fair Value oder innerer Wert aus dem DCF: was ist besser?
Die Lynch-Formel braucht drei Zahlen und antwortet in Sekunden. Ein Discounted-Cashflow-Modell braucht eine Cashflow-Prognose, einen Diskontsatz und einen Endwert. Der DCF erfasst Schulden, Margen und Kapitalbedarf, die die Lynch-Regel ignoriert, hängt aber an vielen Annahmen. Lynch zum Vorsortieren, DCF zum Bestätigen. Unser Fair Value Calculator kombiniert aus genau diesem Grund mehrere Modelle.
Welche Wachstumsrate gehört in die Formel, und gibt es eine Obergrenze?
Das erwartete Wachstum des Gewinns je Aktie für die nächsten 3 bis 5 Jahre, als ganze Zahl. Raten über 25 % halten selten, deshalb deckle die Eingabe bei 25; dieser Rechner deckelt das faire KGV bei 40. Gewinn und Wachstum auf derselben Basis halten, beide nachlaufend oder beide erwartet.
Funktioniert die Formel bei Dividendenaktien?
Ja, genau dafür ist Lynchs Fassung mit Dividende da: faires KGV = Wachstum + Dividendenrendite. Eine Firma mit 8 % Wachstum und 4 % Rendite verdient ein faires KGV von 12, nicht 8. In PEG-Sprache ist das die PEGY-Ratio.
Wie rechne ich die Peter-Lynch-Formel in Excel?
Mit dem Gewinn je Aktie in A2, dem Wachstum in % in B2, der Rendite in % in C2 und dem Kurs in D2: Fair Value =A2*(B2+C2), einfache Fassung mit Deckel 5 bis 25 =A2*MIN(MAX(B2;5);25), Lynch-Ratio =(B2+C2)/(D2/A2).
Für welche Aktien eignet sich die Formel nicht?
Für Unternehmen ohne Gewinn, stark zyklische Werte, Banken und Versicherer sowie sehr reife Firmen mit kaum Wachstum. Dort führen andere Modelle (DCF, Buchwert, Dividende) weiter.
Woher bekomme ich Gewinnwachstum und EPS?
Aus dem Geschäftsbericht oder den Kennzahlen auf Finanzportalen. In unserem Fair Value Calculator sind sie für 35.000+ Aktien schon hinterlegt, du musst nichts abtippen.
Welche Aktien erfüllen die Peter-Lynch-Regel heute?
Öffne den Peter-Lynch-GARP-Screen in unserem Fair Value Calculator: Er filtert nach wachsendem Gewinn bei moderatem KGV und PEG, positivem freien Cashflow und moderater Verschuldung und sortiert nach Abstand zum Fair Value. Jede Aktie dort zeigt den Lynch-Fair-Value auch unter ihren Modellen.
Was ist der Peter-Lynch-Chart?
Ein Kurschart mit einer zweiten Linie für den Gewinn je Aktie mal 15, dem langjährigen Durchschnitts-KGV. Läuft der Kurs weit über die Gewinnlinie, ist die Aktie nach Lynchs Maßstab teuer; fällt er darunter, ist sie günstig. Es ist die grafische Schwester der Formel mit einem festen KGV von 15.